25. bis 28. Mai 2018 24. MITSUYA-KAI Deutschland Springcamp in Marbach am Neckar mit Souke Seinosuke MITSUYA (9. Dan, Hanshi), Japan und Girolamo Vermiglio (7. Dan Kyoshi)
Das   24.   Mitsuya-Kai   Karate-Do   und   Kobudo   Spring Camp   fand   von   25.-28.   Mai   2018   in   Marbach   am   Neckar statt.   Dojoleiter   Sascha   Keller    (5.   Dan)   und   die   Karateka Marbach   waren   dieses   Jahr   Gastgeber.   Das   Spring   Camp bietet     allen     Karateka     –     egal     ob     Anfänger     oder Fortgeschrittene   eine   tolle   Möglichkeit,   sehr   intensiv   bei Souke            Seinosuke Mitsuya         (9.        Dan, Hanshi)    und    Girolamo Vermiglio        (7.       Dan Kyoshi)    sowie    weiteren Instruktoren                 zu trainieren. In    den    4    Tagen    wurde neben            klassischem Karate-Do     (Kihon     und Kata)    und    Kobu-Do    (Bo und   Tonfa)   auch   andere Themen                     z.B. M   e   s   s   e   r   a   b   w   e   h   ,     Bodenkampf             oder Hebeltechniken   trainiert.   Zwei   kleine   Beispiele:   Andreas Kubik      (4.      Dan)      gab      eine      Einführung      in      die Selbstverteidigung.   Er   betonte,   dass   die   Selbstverteidigung nicht   erst   in   der   Konfrontation   beginnt,   sondern   schon   in einem   viel   früheren   Stadium.   Dies   hatte   er   mit   aktuellen Beispielen    aus    Pressemitteilungen    unterlegt.    Auch    das Farbschema   nach   Cooper   gibt   eine   gute   Erklärung   über Achtsamkeitsstadien   im   täglichen   Leben.   Sascha   Keller   legte    in    einer    seiner    Unterrichtseinheiten    dar,    wie    man Kraft   aufbaut   und   Kraft   überträgt.   Hierzu   hatte   er   zuerst Lockerungsübungen              der besonderen      Art      auf      dem Programm,           die           einen Muskelgruppen    spüren    ließen, die     man     normalerweise     gar nicht   kennt.   Bei   den   Übungen zur     Kraftübertragung     konnte man     dann     in     verlangsamter Form      die      Übertragungskette trainieren,   die   nötig   ist,   um   ein wirklich         effektives         Kime aufzubauen.   Der   Effekt   und   die Wirkung waren enorm! Außerdem    wurden    Donnerstag und       Freitag       wieder       die sogenannten         Minigruppen angeboten.   Hier   handelt   es   sich um   exklusive   Trainingseinheiten für      Dan-Träger      mit      Souke Seinosuke Mitsuya. Während   des   Camps   wurden   mehrere   Kata   des   Hayashi-Ha Shito-Ryu   thematisiert.      Das   waren   die   Grundkata   aus   der Heian-Serie,    Shisochin,    Seienchin    und    Bassai-Dai    sowie einige     Partnerübungen     dazu,     um     den     Karateka     das Praxisverständnis zu vermitteln.
Natürlich    war    auch    Grundschule    (Kihon+Kihon- Ido) Thema des mehrtägigen Lehrgangs. Dabei    werden    die    grundlegenden    Hand-    und Fußtechniken im Stand und in Bewegung geübt. Die   Übung   dieser   Grundtechniken   ist   ein   wichtiges Fundament   und   wird   z.B.   in   unserem   Freiburger Dojo   unter   Leitung   von   Christian   Manz   (3.   Dan) regelmäßig zu Beginn des Trainings trainiert. Beim    Kumite    (Freikampf)    kamen    die zahlreichen   Karateka   in   der   Karl-Nusser Halle    so    richtig    ins    Schwitzen.    Souke Mitsuya   legt   beim   Kumite   Wert   auf   die richtige    Distanz.    Durch    die    schnellen Partnerwechsel   musste   man   sich   immer wieder      auf      einen      neuen      Partner einstellen. Auch       das       Kobu-Do       (traditionelle Waffenkunst    aus    Okinawa)    kam    beim Spring Camp nicht zu kurz. Wir     üben     die     Kobu-Do     Stilrichtung Kenshiryu-Kai,     gegründet     von     Souke Teruo Hayashi (1924-2004). So   wurden   im   Bo-Jutsu   (Holzstab)   die Grundkata   (Kihon   Kata   1-12),      Shodan- No-Bo,             Nidan-No-Bo             sowie Partnerübungen   von   Seinosuke   Mitsuya und Girolamo Vermiglio gelehrt. Bei    Tonfa    wurde    die    Kata    Hamahiga-No-Tonfa thematisiert.    Die    Kata    ist    benannt    nach    einem Mann    namens    Hama    Higa    (1663-1738)    einem Kobudo   Experten   aus   Okinawa.   Die   Hamahiga-no- Tonfa    enthält    viele    Schlag-und    Wirbeltechniken. Durch   das   Üben   in   mehreren   kleinen   Sequenzen war die Kata einfacher zu erlernen. Auch    in    diesem    Jahr    fanden    am    Sonntag    im Anschluss    des    Lehrgangs    noch    Kyu-    und    Dan- Prüfungen    in    Karate-Do    und    Kobu-Do,    vor    den kritischen    Augen    von    Souke    Seinosuke    Mitsuya und   Co-Prüfer   Sascha   Keller,   statt.   Alle   Prüflinge haben    bestanden    und    können    stolz    auf    ihre Leistung    sein    Herzlichen    Glückwunsch    an    der Stelle! So   endete   das   Mitsuya-Kai   Spring   Camp   2018   in der    schönen    Schillerstadt    Marbach    am    Neckar nach    vier    Tagen    intensiven    und    inspirierenden Trainingsprogramm    mit    viel    Konzentration    aber auch           Spaß           mit           den           anderen Lehrgangsteilnehmern.    Die    Karate    Gruppe    des KAMAI   Freiburg   freut   sich   schon   auf   den   nächsten Lehrgang mit Souke Mitsuya! Text:   Stephan   Gremmelspacher,   Fotos:   Raimund Schleicher.    Siehe    auch    Bericht    vom    Springcamp 2016.
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